Herzlichen Glückwunsch wunderbares Grundgesetz!

Vor 77 Jahren, am 23. Mai 1949, bist Du in Kraft und damit in unser Leben getreten. Für uns als Volk war das eine einschneidende, lebensverändernde Wende.

Ein Meilenstein der Demokratie: Warum unser Grundgesetz weltweit einzigartig ist

Du giltst als eine der besten Verfassungen der Welt. Auch die amerikanische Verfassung kann mit Dir nicht mithalten. Denn Machtmissbrauch im Rahmen der Staatsführung lässt sich hier durch das ausgeprägte präsidiale System sehr viel leichter durchsetzen als bei uns.

Die Grundrechte nehmen in unserer Verfassung einen einzigartigen Stellenwert ein. Sie stehen über allem staatlichen Handeln, also über allen Gesetzen, Verordnungen und Verwaltungsakten.

Du schenkst uns damit einen unermesslichen ideellen Reichtum: Staatliche Macht wird beschränkt, wann immer sie unsere persönlichen Freiheitsgrenzen überschreitet.

Freiheit und Wohlstand: Warum Demokratie mehr als ein System ist

Wir sind frei! 

Auch wenn wir uns angesichts der politischen Lage im eigenen Land und noch mehr in der Welt leicht ohnmächtig fühlen können und unserer Handlungsmöglichkeiten beraubt. Es scheint manchmal schwierig, den Glauben an unsere demokratischen Werte nicht zu verlieren.

Aber der Reichtum, den Du uns schenkst, ist nicht nur ideell. 

Denn alle Experten aus Wissenschaft und Praxis sind sich einig: Die Demokratie ist die Grundlage unseres Wohlstands.

Wirtschaft und Demokratie: Ein klares Bekenntnis

In Sachsen-Anhalt beispielsweise hat sich die Wirtschaft ganz klar für die Demokratie und damit gegen ihre Feinde positioniert. Wer sich gegen eine offene und freie Gesellschaft wende, der trifft eine Entscheidung gegen Wohlstand, so die IHK Halle-Dessau. „Wer eine solche Art von ausgrenzender Nationalisierungsstrategie fahre, der lege die Axt an die Wurzel dessen, was Wohlstand ausmache,“ so der Hauptgeschäftsführer. 

Kurz zusammen gefasst: Wirtschaftlicher Erfolg und Demokratie sind untrennbar – wer gegen Vielfalt und Offenheit ist, gefährdet den Wohlstand.

Herausforderungen leben: Warum das Grundgesetz mehr als Worte braucht

Ohne Frage: Es ist nicht immer leicht, Dich, Grundgesetz, so gut zu leben, wie Du gemeint und gemacht bist.

Als Expertin für Verfassungsrecht, die lange Jahre an Gesetzen mitgeschrieben, Verwaltungsakte erlassen und für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler entscheidende internationale Verhandlungen bei der OECD und im Bundesfinanzministerium geführt hat, weiß ich:

Jede Verfassung ist immer nur so gut, wie die Menschen, die sie leben.

Die Politik der letzten Jahre hat einige Politiker:innen an entscheidende Positionen gebracht, die im Umgang mit den Werten und der Haltung, die Dich tragen, nicht verantwortungsvoll umgegangen sind und umgehen. Aber auch in der Verwaltung wird nicht immer die Gewissenhaftigkeit an den Tag gelegt, die Du, Grundgesetz, verdient hättest.

Resümée: Das Grundgesetz ist nur so stark, wie sein lebendiger Vollzug – Verantwortung beginnt bei jedem Einzelnen.

Von der Ohnmacht zum Machen: Wie wir unsere Demokratie aktiv gestalten

In meinem Vortrag „Von der Ohnmacht zum Machen: Das Leben aktiv gestalten!“ spreche ich genau darüber:

Was macht uns handlungsfähig?

Was bringt uns in die gute Richtung und lässt unsere Verfassung damit voll zur Geltung bringen?

Als Speaker weiß ich: Zahlen, Daten und Fakten sind wichtig. Aber sie sind nicht das, was uns ins Handeln bringt. Um in die gute Richtung schauen zu können, brauchen wir eines ganz besonders: positive Geschichten und Narrative.

Macht im positiven Sinne: Wie wir Veränderung bewirken

Daher zeige ich in meinem Vortrag,

  • was uns ins Tun bringen kann und damit die Macht für die Gestaltung unseres Lebens und unserer Gesellschaft übernehmen lässt,
  • wie Macht im positiven und konstruktiven Sinne gelebt werden kann,
  • wie wir auch in herausfordernden Zeiten wirksame Entscheidungen treffen, um Veränderungen in die gute Richtung herbeizuführen,
  • wie positive Macht unsere Entscheidungsfreudigkeit und Entscheidungskraft beflügelt.

Als Mediatorin weiß ich: Krisenfestigkeit und Resilienz resultieren aus eigener Ermächtigung – also Macht im Sinne von Selbstwirksamkeit.

Zusammengefasst: Handlungsfähigkeit entsteht durch positive Narrative, Selbstwirksamkeit und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.

Demokratie beginnt bei uns: Selbstwirksamkeit als Schlüssel

Denn Demokratie beginnt an der Basis, bei jeder und jedem Einzelnen mit dem Wollen und dem Vorsatz, zum Gelingen unseres Staates und einer guten Staatsführung beizutragen.

Demokratie, das sind wir alle!

Angesichts der aktuellen Herausforderungen, die wir alle irgendwie zu meistern haben, ist daher wichtig, zuallererst ein Gefühl der Sicherheit in sich zu kreieren und damit die Orientierung im eigenen Leben zu behalten.

Das gilt für jede und jeden Einzelnen, genauso wie für Unternehmen und Organisationen.

Die Entscheidung für Selbstbestimmung

Die Sicherheit in uns zu finden und zu kreieren, ist eine Entscheidung, die wir in jedem Moment treffen können. Jederzeit. Sie gibt uns Macht und sie macht uns resilient.

Wir können uns empowern, Entscheidungen selbst in die Hand zu nehmen, Initiative zu ergreifen und das Leben nach unseren Vorstellungen zu gestalten.

Versprochen. Aus eigener langjähriger Erfahrung im politischen Betrieb.

Kernaussage: Selbstbestimmung und Resilienz entstehen durch bewusste Entscheidungen – in jedem Moment.

Was es für die „Macht-Übernahme“ braucht

Denn eines ist ganz sicher: Wir haben oft sehr viel mehr Macht, als wir denken!

  • Mut
  • Bewusstheit – Der Blick nach innen ist dabei eine machtvolle Unterstützung.
  • Respekt und Rücksicht sind entscheidend, denn Macht leben wir dann im positiven Sinne, wenn wir unsere Bedürfnisse erfüllen, ohne andere dabei einzuengen.

Kurz zusammengefasst: Echte Macht entsteht durch Mut, Bewusstsein und Respekt – für sich und andere.

Demokratie und menschliche Grundbedürfnisse: Warum sie untrennbar sind

Eines unserer menschlichen Grundbedürfnisse ist es, dazu zu gehören. Die Demokratie ist die Staatsform, die diesem Grundbedürfnis am besten Rechnung trägt.

Die Grundrechte, die unsere Verfassung – unser Grundgesetz – an erste und oberste Stelle setzt, sind Ausdruck all unserer menschlichen Grundbedürfnisse: Teilhabe, Chancengleichheit und die freie Entfaltung unserer Persönlichkeit.

Kein autoritäres oder libertäres Regime kann uns das ermöglichen, was uns die Demokratie ermöglicht.

Kernaussage: Demokratie erfüllt unsere tiefsten Bedürfnisse nach Freiheit, Teilhabe und Chancengleichheit.

Fazit: Liebe zur Demokratie – Freiheit als Herzenssache

Wir haben nur diese eine Demokratie.

Also schenken wir ihr all die Liebe, die sie verdient.

Denn: Freiheit ist eine Sache des Herzens!

Bildquelle: Bild von Caroline Dostal, PRÜF Veranstaltung Potsdam, April 2026