Die große Freiheit 2026!
Einleitung: Warum es 2026 um Freiheit gehen wird … und muss!
Deutschland ist eine Demokratie. Und so sollte es bleiben. Dabei steht die Demokratie grundsätzlich vor einer Herausforderung: sie lässt sich nicht in einen einfachen Slogan fassen. So etwas wie „Just do it!“ von Nike. Oder „Wir machen den Weg frei“, ein Slogan der Volks- und Raiffeisenbanken.
So kommt es auch, dass die Menschen, danach gefragt, Demokratie in einem Satz oder Wort zusammen zu fassen, sehr unterschiedliche Dinge sagen. Als Juristin, Rechtshistorikerin und Expertin in Grundrechten und Verfassungsgeschichte, ist für mich entscheidend, eines zu vermitteln: Demokratie lässt sich in einem entscheidenden Wort zusammen fassen und das heißt Freiheit.
Denn egal, was die Menschen im Zusammenhang mit Demokratie anführen, sie brauchen immer eines, um zu tun, was sie tun wollen: ihre persönliche Freiheit.
Kurz zusammengefasst:
Demokratie hat zahlreiche Facetten. Eine aber ist essentiell und grundlegend: Freiheit. So heißt es in unserer Nationalhymne: Einigkeit und Recht und Freiheit. In der französischen Revolution wurde proklamiert: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
Wie steht es gerade um Deutschland – und die Welt
Deutschland und die deutsche Politik stehen 2026 vor erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen.
- Fünf Landtagswahlen und zahlreiche Kommunalwahlen stehen dieses Jahr an.
- Geopolitische Krisen fordern die Welt und damit unser Land heraus.
- Wirtschaftlicher Druck herrscht in Deutschland nach wie vor. Die Wirtschaft ist 2025 trotz vollmundiger Ankündigungen vor allem seitens des amtierenden Bundeskanzlers Merz nicht angesprungen.
- Der gesellschaftliche Umgang mit Vielfalt ist nach wie vor das Thema, das die Gesellschaft weiter in die Spaltung treibt.
Ein US-Präsident droht ganz aktuell Deutschland und anderen Ländern der EU mit Zöllen, weil sie nicht machen, was er will. Weil sie sich weigern, die politische Einverleibung Grönlands zu akzeptieren.
Im Iran protestieren Hunderttausende, weil sie frei sein wollen. Frei von einem Regime, dass die die Menschen und vor allem die Frauen unterdrückt. Und die eigene Bevölkerung zu tausenden umbringt, wenn es dem Erhalt der eigenen Macht dient.
Die Iranerinnen und Iraner kämpfen für unser aller Freiheit. Gelingt ihnen der Befreiungsschlag, dann wird das etwas mit der ganzen Welt machen – denn wir sind die Mehrheit.
Das dürfen wir uns wirklich bewusst machen:
Wir sind die Mehrheit. Weltweit und auch in unserem Land.
„We are the 99% percent!“, so hieß der Slogan der Occupy-Bewegung 2011 anlässlich der verheerenden Auswirkungen der Finanzkrise.
Die Bewegung protestierte symbolisch für die Rückeroberung des demokratischen Gemeinwesens, das von den Finanzmärkten dominiert schien. Occupy stand symbolisch für die sozialen, politischen und letztlich demokratischen Konfliktdimensionen westlicher Gesellschaften nach der Finanzkrise im Jahr 2008 und den Folgejahren.
Occupy stand mit seinen Aktivitäten damit für eines: die demokratischen Freiheiten der großen Mehrheit der Bevölkerung.
Kurz-Resümée:
Die Weltordnung ist mit der Finanzkrise 2008 in Turbulenzen geraten, die sich letztlich seitdem nicht beruhigt haben, sondern schlimmer geworden sind. Deutschland steht in vielerlei Hinsicht ein entscheidendes Jahr bevor.
Freiheit bedeutet auch immer Verantwortung
Wenn wir unseren sozialen Rechtsstaat, unseren Wohlstand und vor allem unsere Freiheit – kurz: unsere Demokratie – behalten wollen, dann sollten wir jetzt etwas sehr ernsthaft tun:
Um unsere Demokratie kämpfen, denn:
- Demokratie ist nicht nur ein System.
- Demokratie ist eine Überzeugung, sie ist eine Art zu leben.
- Demokratie, das sind wir alle und daher ist Demokratie vor allem eines: ein Gesamtkunstwerk.
Die beeindruckende Rede des Kanadischen Premierninisters Mark Carney auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos dreht sich genau darum: Verantwortung zu übernehmen. Und zwar umfassend, innen- wie außenpolitisch. Um genau das zu behalten: unsere freiheitliche Demokratie.
Zusammengefasst:
In einer Demokratie sind wir alle gefragt. Jede und jeder, egal an welcher Position in der Gesellschaft, kann einen wichtigen Beitrag leisten.
Was es 2026 konkret für unsere Freiheit zu tun gibt:
In meinen Vorträgen rund um die Themen Macht, Politik, Demokratie und Freiheit geht es mir immer zentral um eines: für unsere Demokratie (wieder) zu begeistern.
Damit wir genau das haben: die Möglichkeit zur freien Entfaltung unserer Persönlichkeit.
Das sind meine Impulse:
1. Führungsstärke
Die, die sich gerade am lautesten und äußerst Macht bewusst verhalten, repräsentieren ein Wirtschafts- und Gesellschaftsbild, das wir längst hinter uns gelassen haben.
Denn das, was uns Wohlstand, Freiheit und damit ein gutes Leben verspricht, setzt sich aus folgenden menschlichen Qualitäten zusammen:
- Emphatie
- Intergrität
- Aufrichtigkeit
- Solidarität
- Mut
- Demut
Dabei dürfen sich diese Qualitäten im Rahmen von Führung unbedingt mit neuem und innovativem Denken verbinden.
Kurzfazit:
Um unsere Freiheit zu gewährleisten, brauchen wir als erstes Führungsstärke, die sich auf menschliche Werte stützt.
2. Ein geeintes und selbstbewusstes Europa
Für Europa wünsche ich uns allen den besten Zusammenhalt und Selbstbewusstsein.
Auch hier gibt es vom Weltwirtschaftsforum in Davos beziehungsweise vom Kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom und harten Trump-Kritiker gleich volle Unterstützung in einer klaren Botschaft: hört auf diesem eigentlich schwachen Menschen, der ein Betrüger ist, den roten Teppich auszurollen.
Ich zitiere seit letztem September immer wieder gerne Jean-Claude Juncker, der es bei der Verleihung des Deutschen Rednerpreises ganz deutlich sagte:
„Man muss sich da nicht kuschen bei den Amerikanern als Europäer.“
Und ich sage: wir müssen es sicher auch nicht anderswo.
3. Vielfalt schafft Wohlstand und Innovation
Die Natur macht es uns vor: Diversität ist ihr Erfolgsmodell.
Komplexe Herausforderungen lassen sich nur lösen, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
Warum Diversity und Chancengleichheit wirtschaftlich unverzichtbar ist
- Bessere Entscheidungen durch viele und unterschiedliche Perspektiven
- Nachhaltigere Lösungen durch komplexere Lösungsansätze
- Stärkung unserer Zukunftsfähigkeit als Volkswirtschaft
Deutschland ist längst eine multikulturelle Gesellschaft. Damit diese Vielfalt zum Erfolg wird, braucht es:
- gelebte Chancengleichheit
- echtes Empowerment
- Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen
Kurzzusammenfassung:
Ohne Vielfalt verlieren wir Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und sozialen Zusammenhalt.
4. Empowerment – die innere Stärke als Zukunftskompetenz
Empowerment, also Befähigung, bedeutet, eigene Ressourcen zu aktivieren und in Krisen buchstäblich „standfest“ zu bleiben.
Was diese „Krisenbefähigung“ ermöglicht ist
- Resilienz trotz äußerer Herausforderungen und Unsicherheiten
- Nutzung aller Handlungsspielräume und Optionen
- klare Entscheidungen in komplexen Situationen
- Realistischer Blick auf die konkrete Situation
Der Vortrag von Dostal vermittelt praxisnahe Werkzeuge, Beispiele und „Quick Wins“, um diese innere Stärke aufzubauen.
Merksatz:
Empowerment ist die Voraussetzung dafür, dass wir unsere Freiheit aktiv in die Hand nehmen.
Ausblick auf 2026 und unsere Freiheit
2026 steht viel an — politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Die Herausforderungen sind groß, aber lösbar, wenn wir ihnen professionell und mit dem klaren Fokus auf unsere Freiheit begegnen.
Der entscheidende Punkt:
Freiheit ist eine Sache der Herzens!
All die oben genannten Impulse werden nicht tragen, wenn wir uns eines nicht bewusst machen: wenn wir nicht aus unserem Herzen handeln, dann handeln wir nicht aus der Quelle heraus, die unsere Gesellschaft letztlich durch alle Schwierigkeiten trägt.
Und auch hier möchte ich noch einmal Jean-Claude Juncker zitieren:
„Wer die Menschen nicht liebt, der sollte sich von Politik fern halten. Weit entfernt halten.“
